Ein eigenes Bienenvolk

Die mit dem Hanse-Umweltpreis prämierte Bienenkiste sorgt für Aufsehen, weil man mit ihr besonders leicht in die Bienenhaltung einsteigen können soll. Unter Imkern wird sie mitunter sehr kritisch gesehen – Dr. Gerhard Liebig hat sie etwa als Tierquälerei bezeichnet (Durch Zählen an den Tag gebracht. Schweizerische Bienen-Zeitung, 4/2013) – was unter juristischen Gesichtspunkten in der Form sicher schwer haltbar sein dürfte. In jedem Fall ist es aber so, dass die Bienenkiste vielen Mitmenschen suggerieren soll, die Bienenhaltung sei fast allein mit der Aufstellung der Kiste möglich.

Richtig gute Ernten nur im Doppelpack

Etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion wird von Bestäubung beeinflusst – und herrscht ein Mangel an Bestäubern, fallen die Ernten oft sehr gering aus. Dabei spielen Wildbienen eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam in „Science“.

Landwirtschaft hängt von vielen Leistungen der Natur ab, die keinen direkten Marktwert haben: von Zersetzungsprozessen im Boden, Wasserreinigung, natürlicher Schädlingskontrolle und der Bestäubung von Nutzpflanzen durch frei lebende Bestäuber. Dazu zählen Wildbienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse.

Funkverkehr zwischen Blüten und Bienen

Forscher der Universität Bristol haben entdeckt, dass Blüten im Laufe der Evolution nicht nur optisch immer attraktiver für ihre Bestäuber wurden. Der Erfolg, Bienen anzulocken, rührt ebenso daher, dass Bienen das elektrische Feld von Blüten auswerten können.

Vorgestellt: Bremer Beute

Bremer Beuten in Betrieb

Die „Bremer Beute“ wurde vor gut einem viertel Jahrhundert durch den gleichnamigen Imkermeister J. E. Bremer entwickelt. Es ist eine Lagerbeute nach dem Warmbauprinzip, die alle arbeitspraktischen, betriebstechnischen und biologischen Fragen der modernen Bienenhaltung lösen soll.

Von ihrer Konzeption her ist sie für Anfänger leicht zu bedienen und lässt sich auch noch in fortgeschrittenem Imkeralter gut nutzen. Ihre ansprechende Form mit dem großen klappbaren Giebeldach ist in jedem Fall ansprechend und fügt sich sowohl in einen Garten als auch in jede Landschaft gut ein.

Design-Beuten-System für Stadtbienen

The Microbial Home: Philips-Beute

Philips präsentiert mit seinem Design-Projekt „The Microbial Home“ verschiedene Ansätze für häusliche Ökosysteme. Dabei soll das menschliche Zuhause zu einer biologischen Maschine werden, in der die Restprodukte eines häuslichen Vorgangs zu den Eingangsmaterialien des nächsten Vorgangs werden. Das Haus filtert, prozessiert und recycelt, was wir üblicherweise als Abfall betrachten, zum Beispiel ungeklärtes Wasser und Müll. Vorgesehen in diesem Mikrokosmos ist auch ein Bienenstock für die Honigproduktion.

Imker kündigen Mitarbeit am Pestizid-Aktionsplan der Bundesregierung auf

Ein breites Bündnis aus Umweltverbänden, Imkern und der Wasserwirtschaft hat mit sofortiger Wirkung seine Mitarbeit im Forum des Pestizid-Aktionsplans des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) aufgekündigt. Anlass ist die Verabschiedung des Pflanzenschutzgesetzes und des darin verankerten „Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ (Nationaler Pestizid-Aktionsplan, NAP) im Bundesrat.

Flotte Bienen im deutschen Recht

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sind nicht nur wirklich wichtige Dinge des Privatsrechts geregelt, wie der Laie leichtfertigt glauben mag. Von mehr als Paragrafen des BGB sind einige sogar den Bienen gewidmet – sozusagen deutsches Bienenrecht.

Neue Leitsätze für Honig

Am 27. Juli dieses Jahres ist eine neue Fassung der Leitsätze für Honig des Deutschen Lebensmittelbuchs in Kraft getreten. Ausgedient hat damit die Fassung aus dem Jahr 1977. Mit ihr verabschiedet wurden Begriffe wie „kaltgeschleudert“ und „wabenecht“. Gerade die Werbung mit Selbstverständlichkeiten hat bei Verbrauchern immer wieder zu Irritationen geführt.

Halten Bienen Winterschlaf?

Sobald es kälter wird, sind in der freien Natur keine Bienen unterwegs. Da es zu dieser Zeit auch keine Pflanzen gibt, die blühen, bleiben die Bienen ohnehin arbeitslos – das Sammeln von Pollen und Nektar wird zwangsläufig eingestellt.

Anders als so manches Haustier, das im Winter ins Haus umziehen darf, bleiben Bienen draußen in der Kälte. Und damit kommen sie ziemlich gut zurecht. In Extremlagen müssen sie bis zu sechs Monate in ihrem Stock leben. Damit das funktioniert, wird der Stoffwechsel heruntergefahren und Wärme mithilfe des eingelagerten Honigs selbst produziert. Dazu zittern sich die Bienen regelrecht warm. Je tiefer und langanhaltender die niedrigen Temperaturen, desto mehr Honig wird über den Winter verbraucht.

Gen-Pollen im Honig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mit seinem „Honig-Urteil“ Handel und Politik überrumpelt. Schon geringste Spuren gentechnisch veränderter Pollen erfordern die gesonderte Zulassung als Lebensmittel; andernfalls darf der Honig nicht verkauft werden. Honig aus Mülheim ist davon nicht betroffen.

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