Mülheimer Bienentage - Honig im Stock

Honigbiene in Blüte

Der Imkerverein Mülheim an der Ruhr e. V. veranstaltet am Samstag, 18.06.2022 und Sonntag, 19.06.2022 ein Vortragswochenende mit attraktiven Vorträgen an beiden Veranstaltungstagen.

Am Samstag haben wir von 10.00 bis 16.00 Uhr eine Reihe spannender Fachvorträge und ein attraktives Rahmenprogramm vorbereitet. Die eigene Refraktometer können vor Ort geeicht werden. Der Sonntag richtet sich speziell an alle, die sich für Bienen und Natur interessieren. Es gibt ein spannendes Rahmenprogramm, auch für Kinder. Kommen Sie vorbei, wenn Sie sich für „Gartenstyling mal anders“ oder für „dicke Brummer“ interessieren.

Die Veranstaltung wird unter den im Sommer geltenden Corona-Regelungen stattfinden. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

 

Vortragsprogramm am Samstag (18.06.2022) - Fachtag

10.00 - 11.00 Uhr
Jörg Sterling: Grundzüge der Honiganalytik

Eigener Honig schmeckt am besten, aber was haben die Bienen überhaupt gesammelt und was ist drin im eigenen Honig? Handelt es sich um einen Nektarhonig oder sind Anteile von Honigtau vorhanden? Ist vielleicht in meinem Sommerhonig eine Tracht dominant und kann eine Sortenbezeichnung gewählt werden. Die Honiganalytik gibt Auskunft über die physikalisch-chemischen Eigenschaften und mit Hilfe der mikroskopischen Analyse können Angaben zur botanischen Herkunft des Honigs gemacht werden. Insbesondere gehe ich auf die Messung der elektrischen Leitfähigkeit zur Unterscheidung von Nektar- und Honigtauhonigen, auf die Einstellung von Refraktometern und auf die Herkunftsbestimmung des Honigs mit Hilfe der Pollenanalyse ein.

11.00 - 11.30 Uhr
Stefan Lindner: Vorteile eines eigenen Wachskreislaufs

12.30 - 14.00 Uhr
Guido Eich: Imkern mit einem Brutraum im Zander- und Deutsch-Normal-Maß

In den Bienenzeitschriften und auch bei Imkerversammlungen sind Beuten und Betriebsmittel immer Gesprächsstoff. Imkern in Großraumbeuten ist gerade ein großes Thema, viele scheuen davor,  ihr Betriebssystem umzustellen von Zander oder Deutschnormal, auf ein großes Maß.  Viele versuchen es daher auf Zadant oder 1,5 DN, mit normalhohen Honigräumen und mäßigem Erfolg. Die Brutnester verhonigen und es kommt, trotz ungeteiltem Brutnest, vermehrt zu Schwärmen. Jungimker beginnen häufig im Dadantsystem mit angepasstem Brutraum, sind dann oft nicht kompatibel mit den Vereinskollegen, das gilt auch für die Art des Imkerns. - Aber halt, das muss nicht sein, denn Imkern in einem Brutraum mit den gewohnten Beuten und Maßen funktioniert genauso gut, wie in Großraumbeuten und halbhohen Honigräumen.

14.30 - 16.00 Uhr
Guido Eich: Einfachste Königinnenzucht: Austopfen oder Streifen

Ein regelmäßige Völkererneuerung gehört zur Imkerei, wie Honigernte und Varroabehandlung. Ein neues Volk bilden heißt auch eine neue gute Königin zu haben, die das Volk fit hält. Das einfachste wäre die Völker Schwärmen zu lassen: Man hat den Schwarm mit der alten Königin und das abgeschwärmte Brutnest mit neuer Stockmutter. Hört sich einfach an, aber es können Nachschwärme entstehen und man hat immer noch alte Königinnen.
Will man dem Schwärmen recht nahe kommen bei der Königinnenaufzucht, so bieten sich das
1. Austopfverfahren und das
2. Streifenverfahren an.
Einfacher geht´s nicht - Man zieht von einer Zuchtkönigin junge Töchter und Ableger nach. - ohne Umlarven und dem sonstigen Klimbim.

In den Pausen haben Sie Gelegenheit, unsere Aussteller zu besuchen und Fachgespräche zu führen.

 

Vortragsprogramm am Sonntag (19.06.2022) - Familientag

10.00 - 11.30 Uhr
Pia Aumeier: Keine Angst vor dicken Brummern

Sie stehlen Grillgut, sitzen in der Marmelade, schwimmen in der Limo und schlachten Honigbienen. Wespen haben selbst unter Naturschützern oft kaum Freunde. Und außerdem töten ja schon drei Hornissenstiche einen Menschen. Oder? Beleuchten Sie mit uns diese weit verbreiteten Vorurteile und gewinnen Sie mit aufschlussreichen Bildern und Kurzfilmen spannende Einblicke in das Leben und Wirken unserer heimischen Stechimmen.

12.00 - 13.30 Uhr
Pia Aumeier: Gartenstyling mal anders

Ob Kirschlorbeer, Blauglocken- oder Bienenbaum: viele Pflanzungen im heimischen Garten sind hübsch anzusehen, dabei aber dabei ökologisch riskant. Denn für Gartencenter und Baumärkte gilt: möglichst pflegeleicht, wuchsfreudig und hübsch anzusehen sollen sie sein. Ihr Wert für heimische Insektenarten ist peripher. Diese menschgemachte „MacDonaldisierung“ trifft besonders jene Wildbienen, Schmetterlinge und anderen Bestäuber, die enge Beziehungen „auf Gedeih und Verderb“ mit besonderen Blütenpflanzen unterhalten. Im Vortrag erhalten Sie wertvolle Pflanztipps für sinnvolle „Unordnung“ und erfahren wie einfache Nisthilfen auch den wilden Verwandten der Honigbiene helfen.

14.30 - 15.30 Uhr
Franz Verhaag: Nachbarschaftsprojekt „Neues Leben am Kleeberg“

Ein Natur- und Artenschutzprojekt wurde 2021 in der Papenbuschsiedlung, der ehemaligen Thyssensiedlung im Mülheimer Norden realisiert. Welche Erfahrungen wurden bei der Planung und Umsetzung gemacht? Wie kann daraus ein Nachbarschaftsprojekt werden? Diese und andere Fragen beantworten die Projektverantwortlichen und geben Hinweise für ähnliche Vorhaben auf öffentlichen Flächen.

In den Pausen haben Sie Gelegenheit, unsere Aussteller zu besuchen. Wir haben auch ein Kinderprogramm vorbereitet. Selbstverständlich können Sie auch Honig aus Mülheim erwerben.

Wir freuen uns, Sie am 18. und 19. Juni in der Freilichtbühne (Dimbeck 2a) begrüßen zu dürfen!

*********Eine gesonderte Anmeldung ist nicht notwendig.*********

AnhangGröße
Honig-im-Stock-Infoblatt.pdf874.46 KB
DIN-Lang.pdf3.8 MB