Richtig gute Ernten nur im Doppelpack

Etwa ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion wird von Bestäubung beeinflusst – und herrscht ein Mangel an Bestäubern, fallen die Ernten oft sehr gering aus. Dabei spielen Wildbienen eine weitaus größere Rolle als bislang angenommen. Das berichtet ein internationales Forschungsteam in „Science“.

Landwirtschaft hängt von vielen Leistungen der Natur ab, die keinen direkten Marktwert haben: von Zersetzungsprozessen im Boden, Wasserreinigung, natürlicher Schädlingskontrolle und der Bestäubung von Nutzpflanzen durch frei lebende Bestäuber. Dazu zählen Wildbienen, Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse.

Funkverkehr zwischen Blüten und Bienen

Forscher der Universität Bristol haben entdeckt, dass Blüten im Laufe der Evolution nicht nur optisch immer attraktiver für ihre Bestäuber wurden. Der Erfolg, Bienen anzulocken, rührt ebenso daher, dass Bienen das elektrische Feld von Blüten auswerten können.

EU-Studie: Pestizide bedrohen Existenz der Bienen

Wissenschaftler der EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA haben eine Reihe von Risiken für Bienen identifiziert, die von drei Neonicotinoid-Insektiziden ausgehen. Die Behörde wurde von der Europäischen Kommission mit der Bewertung der Risiken im Zusammenhang mit der Verwendung von Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zur Saatgutbehandlung und in Form von Granulat ersucht; dabei lag besonderes Augenmerk auf deren akuten und chronischen Wirkungen im Hinblick auf das Überleben und die Entwicklung von Bienenvölkern, den Auswirkungen auf Bienenlarven und das Bienenverhalten sowie auf den durch subletale Dosen dieser drei Wirkstoffe bedingten Risiken. In einigen Fällen konnte die EFSA aufgrund von mangelnden Informationen die Risikobewertung nicht abschließen.

Bienengesundheit in Europa

OPERA hat die neueste Auflage des Kompendiums „Bee Health in Europe – Facts & Figures 2013“ vorgestellt. Es bietet Daten, Analysen und Theorien darüber, wie die Gesundheit der Bienen beeinflusst wird und wie sich die Pflege von Bienenvölkern verbessern lässt. Der OPERA-Report beschreibt aber auch den aktuellen Status der Bienenvölker in Europa. Außerdem liefert er Erklärungsansätze und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Situation auf politischer Ebene.

Aktion: Stoppt das Bienensterben!

Immer mehr Bienenvölker sterben, Pestizid-Einsatz und Monokulturen in der Landwirtschaft schwächen die Völker. Auch deshalb will die EU jetzt ökologisch vielfältige Äcker fördern. Doch Agrarministerin Aigner blockiert die Pläne.

Dabei kann die EU-Agrarreform durchaus helfen, denn die EU-Kommission will die bisherigen Subventionen nur noch an Landwirte zahlen, die mindestens sieben Prozent ihrer Äcker ohne Pestizide und ökologisch vielfältig bewirtschaften. Überall in der Landschaft soll wieder Raum für artenreiche Wiesen und Äcker, Hecken und Obstbäume entstehen. Bisher schüttet die EU Subventionen an Landwirte mit der Gießkanne aus: Je mehr Fläche, desto mehr Geld, völlig unabhängig davon, wie das Land bewirtschaftet wird.

Vorgestellt: Bremer Beute

Bremer Beuten in Betrieb

Die „Bremer Beute“ wurde vor gut einem viertel Jahrhundert durch den gleichnamigen Imkermeister J. E. Bremer entwickelt. Es ist eine Lagerbeute nach dem Warmbauprinzip, die alle arbeitspraktischen, betriebstechnischen und biologischen Fragen der modernen Bienenhaltung lösen soll.

Von ihrer Konzeption her ist sie für Anfänger leicht zu bedienen und lässt sich auch noch in fortgeschrittenem Imkeralter gut nutzen. Ihre ansprechende Form mit dem großen klappbaren Giebeldach ist in jedem Fall ansprechend und fügt sich sowohl in einen Garten als auch in jede Landschaft gut ein.

Mülheimer Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Mülheim 2012

Zum ersten Mal nahm der Mülheimer Imkerverein auf Einladung der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) für zwei Tage am Adventsmarkt auf der Schloßstraße teil. Der liebevoll aufgebaute Stand mit Honig von sechs Imkerinnen und Imkern, zahlreichen Kerzen und Wachsprodukten sowie Met fand positive Resonanz bei den Kundinnen und Kunden.

Leider blieb die Zahl der Besucher, vielleicht auch wegen des nicht allzu guten Wetters, hinter den Erwartungen zurück. Dennoch hatten die zahlreich vertretenen Mitglieder des Vereins Freude mit denjenigen, die den Stand beehrten, und es kam das ein oder andere wichtige Gespräch über Bienen und Honig zustande.

Wir wünschen allen Besuchern ein besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes neues Jahr. 

Imkerverein hat auch dieses Jahr den Wald aufgeräumt

AMRA 2012

Bei der diesjährigen Aktion „Mülheim räumt auf“ war der Imkerverein als treuer Teilnehmer am Samstag, 27. Oktober 2012 wie gewohnt mit dabei.
Bei kaltem aber bestem Wetter sammelte eine Gruppe von zehn Imkern mit drei Kindern ab 10:00 Uhr auf der Route Mühlenbergheide (Parkplatz) – Nachbarsweg – Markenstraße – Großenbaumer Straße – Mühlenbergheide (Parkplatz).

Gesäubert wurden Wald und Wege in zwei Gruppen. Ausgestattet mit Müllsäcken, Arbeitshandschuhen und Müllgreifern wurden zwei Auto-Rücksitzbänke, eine komplette Auto-Heckklappe und sogar eine Mikrowelle gefunden. Insgesamt war am Ende der Sammelaktion erfreulicherweise weniger Müll als noch in den Vorjahren zusammengekommen.

Bunter Honig in Frankreich entdeckt

Blauer oder grüner Pollen ist keine Seltenheit, aber Honig mit starken bunten Einfärbungen ist das schon: Einen derart seltenen Honig haben Imker im nordostfranzösischen Ribeauville bei ihren Bienen entdeckt. Die Ursache: Abfälle der Lebensmittelindustrie.

In einer Biogasanlage – gerade noch innerhalb des Flugradius der Bienen - lagerten in Containern Abfälle einer Lebensmittelfabrik, die M&M's herstellt. Die Fabrik von Mars befindet sich nahe bei Straßburg, etwa 100 Kilometer von Ribeauville entfernt.

Erntedankfest in der Heimaterde

Erntedankfest in der Heimaterde 2012

Der Einladung zum Erntedankfest am Sunderplatz ist der Mülheimer Imkerverein gern gefolgt. Zusammen mit Marina und Peter Wolanewitz, die ihren Honig in Heimaterde erzeugen, haben die Vereinsmitglieder erstaunlich vielen Kindern und Erwachsenen von Bienen und Honig erzählt und sie auch von der Qualität des einheimischen Honigs überzeugt. Insgesamt fünf Imker des Mülheimer Imkervereins boten ihren Honig an. Als Attraktion für die Kinder wurden Kerzen gegossen, wobei die Dinosaurier der absolute Favorit waren.

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