Aktion: Stoppt das Bienensterben!

Immer mehr Bienenvölker sterben, Pestizid-Einsatz und Monokulturen in der Landwirtschaft schwächen die Völker. Auch deshalb will die EU jetzt ökologisch vielfältige Äcker fördern. Doch Agrarministerin Aigner blockiert die Pläne.

Dabei kann die EU-Agrarreform durchaus helfen, denn die EU-Kommission will die bisherigen Subventionen nur noch an Landwirte zahlen, die mindestens sieben Prozent ihrer Äcker ohne Pestizide und ökologisch vielfältig bewirtschaften. Überall in der Landschaft soll wieder Raum für artenreiche Wiesen und Äcker, Hecken und Obstbäume entstehen. Bisher schüttet die EU Subventionen an Landwirte mit der Gießkanne aus: Je mehr Fläche, desto mehr Geld, völlig unabhängig davon, wie das Land bewirtschaftet wird.

Aigner blockiert die Pläne und will sie verwässern. Sie redet der Agrarlobby das Wort, die die ökologischen Vorrangflächen als Flächenstilllegung brandmarkt. Dabei wird dort viel gewonnen so wie Heu von artenreichem Grünland und Früchte von Streuobstwiesen. Für Bienen und viele andere Tierarten würden Lebensräume geschaffen. In den kommenden Monaten entscheidet Landwirtschaftsministerin Aigner in Brüssel mit, ob diese Pläne realisiert werden können. Mit einer Unterschriftenaktion will der Campact e. V. die Verbraucher bei Frau Aigner in Erinnerung bringen und sie auffordern, für die Bienen einzutreten:

„[...] Blockieren Sie nicht länger diesen Vorschlag in der EU. Lassen Sie neuen Lebensraum für Bienen entstehen - als Schritt hin zu einer nachhaltig-bäuerlichen Landwirtschaft!“

Innerhalb weniger Tage wurde der Online-Appell bereits von über 175.000 Menschen unterzeichnet. Mitmachen kann jeder: zur Teilnahme.

Stoppt das Bienensterben!

Bienen überall im Mittelpunkt

Fast zeitgleich mit der deutschen Aktion hat Greenpeace in der Schweiz eine Unterschriftenaktion für eine Petition unter dem Slogan „Summ mir das Lied vom Tod“ gestartet. Auch dort geht es um eine Änderung der Landwirtschaftspolitik - und von benötigten 80.000 Unterschriften sind schon 93 % zusammen.

Das Wohlergehen der Bienen liegt ganz offenbar nicht nur den Imkern besonders am Herzen.